Tierische Schädlinge von Kulturpflanzen

Das Spektrum an tierischen Schädlingen ist gross und reicht von den Säugetieren (Mäuse, Maulwurf), Vögeln (Krähen), Schnecken, Nematoden, Milben bis zu den Insekten. Gerade in der letzten Gruppe befinden sich viele Schädlinge, die eine wirtschaftliche Bedeutung besitzen. Zudem nehmen Wissenschaftler an, dass Insekten mit steigenden Temperaturen (Stichwort Klimaerwärmung) ein zunehmendes Problem darstellen.

Tierische Schädlinge verursachen einen direkten Schaden durch Frass an Blättern, Stängeln und Wurzeln. Auch Blüten oder Samen werden gerne gefressen. Einige Schädlinge übertragen Viren, Mykoplasmen oder Bakterien. Um dies zu verhindern müssen die Kulturpflanzen vor Schädlingen geschützt werden. Verschiedene Massnahmen können die Schadenswahrscheinlichkeit herabsetzen:

  • Das Standortklima muss bei der Wahl der Kultur mit einbezogen werden.
  • Durch eine geeignete Fruchtfolge sowie eine angepasste Bodenbearbeitung und Düngung kann eine Gefährdung der Kulturpflanzen vermindert werden.
  • Angepasste Pflegemassnahmen und die Förderung der Nützlinge muss Vorrang haben.
  • Die Wahl der Sorte hat in einigen Fällen einen entscheidenden Einfluss auf die Anfälligkeit gegenüber Schädlingen. Dank der Resistenzzüchtung stehen zunehmend mehr resistente Sorten von verschiedenen Kulturpflanzen zur Verfügung.
  • Die Pflanzen müssen vor der Einschleppung oder Verbreitung von gefährlichen Schadorganismen geschützt werden (Quarantänemassnahmen).
  • Lagerungsbedingungen sind entscheidend für die Verminderung der Ausbreitung von Lagerschädlingen.
  • Eine direkte Bekämpfung der Schädlinge kann mit mechanischen (Mäuse), thermischen oder chemischen Verfahren erfolgen.