Uromyces trifolii-repentis var. trifolii-repentis

Kleerost, rouilles des trèfles cultivés (fr.), rust on clover (engl.)

Synonyme: Aecidium trifolii-repentis Castagne, Uromyces trifolii sensu auct.; Uromyces trifolii var. trifolii-repentis (Liro) Arthur, Uromyces trifolii-hybridi H.K.G. Paul
Taxonomie: Fungi, Basidiomycota, Pucciniomycetes, Incertae sedis, Pucciniales, Pucciniaceae

Uromyces trifolii-repentis var. trifolii-repentis ist ein Rostpilz mit vollständigem Entwicklungszyklus (fünf Sporenformen) und ohne Wirtswechsel. Er befällt die Blätter und Blattstiele des Weissklees.

Taxonomie der Rostpilze auf Weiss- und Rotklee

Rostpilze an Weissklee (Trifolium repens) und Rotklee (T. pratense) gehören zur Gattung Uromyces. Arten dieser Gattung haben einzellige Teleutosporen (im Gegensatz zu den zweizelligen Teleutosporen der Puccinia spp.). Die Taxonomie der Rostpilze auf Kleepflanzen wurde mehrmals überarbeitet, so dass verschiedene Synonyme für den gleichen Parasiten existieren.
Nach Gäumann (1959) heisst der Rostpilz auf Rotklee U. trifolii (Hedwig filius) Léveillé f. sp. pratensis und die beiden auf Weissklee vorkommenden Arten nennt er U. trifolii repentis (Cast.) Liro und U. flectens Lagerh.
Cummins (1978) gab den Kleerostpilzen mit makrozyklischem Entwicklungsgang (vollständiger Entwicklungszyklus mit fünf Sporenformen) die Namen U. trifolii-repentis Liro var. fallans und U. trifolii-repentis Liro var trifolii-repentis. Die var. fallans befällt den Rotklee, die var. trifolii-repentis den Weiss- und Bastardklee (T. hybridum). Den Rostpilz mit mikrozyklischem Entwicklungsgang (nur Teleutosporen) auf Weissklee nennt Cummins (1978) U. trifolii (R. Hedw.) Lév.
Heute werden folgende drei Arten/Varietäten von Rostpilzen auf Rot- und Weissklee unterschieden:

  1. Uromyces trifolii-repentis var. fallens (Arthur) Cummins: befällt den Rotklee; Synonyme: Nigredo fallens Arthur, Trichobasis fallens Cooke, Uredo fallens Desm., Uromyces fallens (Arthur) Barthol., Uromyces trifolii var. fallens (Arthur) Arthur
  2. Uromyces trifolii-repentis Liro var. trifolii-repentis: an Weissklee; Synonyme: Aecidium trifolii-repentis Castagne, Uromyces trifolii sensu auct.; Uromyces trifolii var. trifolii-repentis (Liro) Arthur, Uromyces trifolii-hybridi H.K.G. Paul
  3. Uromyces trifolii (R. Hedw.) Lév.: an Weissklee; Synonyme: Caeoma trifolii (DC.) Schltdl., Caeomurus trifolii (DC.) Kuntze, Nigredo trifolii (R. Hedw.) Arthur, Puccinia neurophila Grognot, Puccinia trifolii R. Hedw., Uredo trifolii (R. Hedw.) DC., Uromyces flectens Lagerh., Uromyces nerviphilus (Grognot) Hotson

Schadbild

Die auffälligsten Symptome des Kleerosts auf Weissklee sind die braunen Uredolager, die meist auf der Blattunterseite oder den Stielen vorkommen. Die Teleutosporenlager sind hingegen dunkler, grösser und fliessen oft zusammen. Die Spermogonien sind zerstreut zwischen den Aecidien angeordnet und befinden sich auf der gleichen Blattseite wie diese. Die Aecidien wachsen mehr oder weniger regelmässig ringförmig auf dem Blättern und rufen kleine Hypertrophien auf den Stielen hervor.

Pathogen

Die Uredosporen sind rundlich bis ellipsoidisch, gelb, messen 20-25 µm im Durchmesser, haben ziemlich lange Stacheln und 2-4 Keimporen (häufig 2 gegenüberliegend oder 3 äquatorial angeordnet) (Gäumann, 1959). Die Teleutosporen sind einzellig, verkehrt eiförmig, gelbbraun, 17-31 µm lang, 12-25 µm breit, glatt oder mit wenigen Wärzchen besetzt und haben einen scheitelständigem Keimporus. Der Stiel ist so lange oder länger als die Spore. Teleutosporen sind sofort keimfähig, weshalb stets Spermogonien vorhanden sind.

Lebenszyklus

Uromyces trifolii-repentis var. trifolii-repentis ist ein Rostpilz mit makrozyklischer Entwicklung ohne Wirtswechsel. Er bildet sowohl Spermogonien, Aecidien, Uredo- als auch Teleutolager auf den Blättern und Stängeln des Weissklees.

Wirtsspektrum

Uromyces trifolii-repentis var. trifolii-repentis befällt den Weissklee.

Bekämpfung

Die Züchtung resistenter Sorten ist der beste Lösungsansatz bei der Bekämpfung dieser Krankheit.

Literatur

Cummins GB, 1978. Rust fungi on legumes and composites in North America. University of Arizona Press, Tuscon.424 p.

Gäumann E, 1959. Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz (Band XII): Die Rostpilze Mitteleuropas, Büchler und Co. 1407 S.